Körperfettmess-Analyse mittels Tanita

Mit Hilfe der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) kann Gesamtkörperwasser, Körperfett sowie die fettfreie Masse bestimmt werden. Zudem bietet dieses Model die Messung der einzelnen Segmente (Arme, Beine und Rumpf). Der Vorteil dieser Analysetechnik liegt in ihrer einfachen Bedienung und der nicht invasiven Messung. Dies erlaubt eine schnelle und präzise Analyse innerhalb von 2 Minuten, ohne zeitlichen Aufwand für den Arzt und Patienten.

Das Programm besteht aus drei Steps, mit denen Sie fit werden können:

Step 1: Körperfett messen
Messen Sie Ihr Körperfett, vergleichen Sie es mit den empfohlenen Wertebereichen und setzen Sie sich realistische Verbesserungsziele.

Step 2: Regelmässig bewegen
Überwachen Sie im Rahmen eines persönlichen, täglichen Fitness-Programms regelmäßig Ihr Körperfett, um Ihre Fortschritte aufzeichnen zu können.

Step 3: Ausgewogen ernähren
Ändern Sie Ihre Ernährung und treiben Sie Sport, um die Zusammensetzung Ihres Körpers – und nicht nur Ihr Gewicht – zu verändern.

Bio-Impedanz-Analyse

Die Bio-Impedanz-Analyse, auch BIA genannt, gilt als eine der genauesten und zugänglichsten Methoden zur Überprüfung von Körperfett. Bei der herkömmlichen BIA wird eine Person zunächst gewogen und danach werden Körpergröße, Alter (bzw. Altersgruppe), Geschlecht und Gewicht oder andere physische Merkmale wie z. B. Körpertyp in einen Computer eingegeben. Während die Person liegt, werden an verschiedenen Stellen des Körpers Elektroden angebracht und ein schwaches elektrisches Signal wird durch den Körper geschickt.

Einfach ausgedrückt: die BIA misst die Impedanz oder den Widerstand, auf den das Signal auf seinem Weg durch den Körper stößt. Je mehr Muskeln eine Person hat, umso größer ist der Wassergehalt im Körper dieser Person. Und je größer der Wassergehalt im Körper einer Person ist, um so einfacher ist es für den Strom, durch den Körper hindurchzufliessen. Je größer der Fettgehalt ist, um so größer ist der Widerstand, auf den der Strom stößt. Die BIA ist eine sichere und von Medizinern weltweit anerkannte Methode. Das verwendete elektrische Signal ist für den Menschen völlig ungefährlich und nicht TANITA hat sich eine neue, revolutionäre BIA-Methode patentieren lassen, die schneller, einfacher, weniger aufdringlich und mit einer Präzisionswaage verbunden ist, so dass das ganze Verfahren zu einem einfachen Prozess wird, bei dem Sie lediglich auf die Waage stehen müssen.

Das von TANITA entwickelte Messgerät sieht aus wie eine Badezimmerwaage. Sie brauchen lediglich Ihr Alter, Ihr Geschlecht und Ihre Größe einzugeben und dann auf die Plattform zu steigen. Die Elektroden in den Fußsensoren senden einen schwachen, völlig ungefährlichen Strom durch den Körper.

Das Gewicht wird zusammen mit dem Körperfettgehalt automatisch in weniger als einer Minute ermittelt.  spürbar.

Hinweise für Frauen

Frauen haben von Natur aus etwa 5% mehr Körperfett als Männer. Der Körper einer Frau ist so beschaffen, dass er Schutz für sie selbst und einen eventuellen Fötus bietet. Daher haben Frauen mehr Enzyme, die Fett speichern, und weniger Enzyme, die Fett verbrennen. Außerdem aktivieren die Östrogene im Körper der Frau fettspeichernde Enzyme und bewirken, dass diese sich vermehren.

Wegen des Menstruationszyklus‘ ist der Wasserhaushalt des weiblichen Körpers größeren Veränderungen unterworfen als der des männlichen Körpers, was die Messung des Körperfetts – insbesondere mit Hilfe der BIA-Methode – beeinflussen kann. Das Zurückhalten von Flüssigkeit kann ebenfalls bewirken, dass das Gewicht während dieses Zeitraums von Tag zu Tag schwankt, und kann weitere Schwankungen des Körperfettanteils zur Folge haben.

Frauen, die BIA-Produkte benutzen, sollten sich des natürlichen Monatszyklus‘ ihres Körpers bewusst sein. Um eine Richtschnur für die Überwachung des Körperfetts zu haben, kann es nützlich sein, Messergebnisse einen ganzen Monat lang täglich aufzuzeichnen. Danach können monatliche Schwankungen bei Überwachung in regelmäßigen Zeitabständen vorausberechnet werden.

Auch hormonelle Veränderungen aufgrund von Schwangerschaft oder Menopause können das Zurückhalten von Wasser und Schwankungen bei den Messungen verursachen. Und Veränderungen im Wasserhaushalt können ebenfalls auf Nahrungsmittel, Koffein- oder Alkoholkonsum, anstrengende sportliche Betätigung, Stress oder Krankheit oder die Einnahme verschriebener Arzneimittel zurückzuführen sein.

Damit Fortschritte erfolgreich überwacht werden können, sollten Frauen daran denken, über einen gewissen Zeitraum hinweg Gewichts- und Körperfettmessungen zu vergleichen, die unter gleichen Bedingungen durchgeführt wurden. Achten Sie auf Schwankungen, die durch die Menstruation verursacht werden. Und bleiben Sie innerhalb des für Frauen gültigen, und nicht innerhalb des für Männer gültigen, gesunden Körperfettwertebereichs!

Empfohlene Körperfettbereiche bei Frauen

AlterGutMittelErhöht
20-2422.125.029.6
25-2922.025.429.8
30-3422.726.430.5
35-3924.027.731.5
40-4425.629.332.8
45-4927.330.934.1
50-5929.733.136.2
60-30.734.037.3

Gesundheitsrisiken

Zu wenig Körperfett

Es ist möglich, zu wenig Körperfett zu haben. Sportlerinnen, die eine Leistungssportart betreiben, bei dem es vor allem auf ein niedriges Körpergewicht und einen extrem niedrigen Körperfettanteil ankommt, erleben häufig einen Hormonschwund, der zu einer Störung des Menstruationszyklus‘ führt. Das gleiche kann bei einer magersüchtigen Frau passieren, deren Körper den Zustand des “Halbverhungertseins” erreicht. Über einen längeren Zeitraum hinweg kann dieses zu anderen Gesundheitsrisiken, wie z. B. dem Verlust von Knochenmasse führen.

Zuviel Körperfett

Fettleibigkeit ist zu einer ernsten Gesundheitsbedrohung für Frauen in jedem Lebensstadium geworden. Frauenspezifische und auf Übergewicht zurückzuführende Beschwerden sind u.a. ein erhöhtes Auftreten von Brustkrebs nach der Menopause, insbesondere bei Frauen, die Hormonersatzpräparate einnehmen, sowie ein häufigeres Auftreten von Gebärmutterkrebs. Ebenfalls mit der Fettleibigkeit verknüpft sind verschiedene Geburtsdefekte, Komplikationen bei der Entbindung und gynäkologische Komplikationen sowie Unfruchtbarkeit. Darüber hinaus konnte Fettleibigkeit in Verbindung mit Stress-Inkontinenz bei Frauen festgestellt werden.

Machen Sie Sport zu einem permanenten Bestandteil Ihres Lebens

Sportliche Betätigung spielt für Menschen jeden Alters eine zunehmend wichtige Rolle für das Gewichtsmanagement und die allgemeine Fitness. In wissenschaftlichen Publikationen wird auf die Bedeutung hingewiesen, die körperliche Aktivitäten sowohl für die Gewichtskontrolle als auch für die Gesundheit haben. Das Hauptaugenmerk sollte dabei eher auf dem Gewichtsmanagement als auf dem Gewichtsverlust liegen.

Es wird angeregt, körperliche Aktivitäten auszuweiten und im Sitzen ausgeübte Tätigkeiten einzuschränken, damit das Gewicht gehalten oder reduziert werden kann.

Empfohlen wird ein Minimum von 30 Minuten gemäßigter bis intensiver sportlicher Betätigung pro Tag. Weiterhin wird auf die Verbindung zwischen Gewichtszunahme und Gesundheitsrisiken (d.h. vorzeitigem Tod) für Erwachsene hingewiesen. Und es wird bestätigt, dass die Verteilung des Fetts im Körper einen Einfluss auf die mit der Fettleibigkeit verbundenen Risiken hat, wobei sportliche Betätigung als einer der wenigen Faktoren genannt wird, durch die zentrales Körperfett reduziert werden kann.

Die Planung eines Programms für die sportliche Betätigung sollte sowohl auf Ihren persönlichen Zielen als auch auf Ihren individuellen Möglichkeiten basieren. Ganz wichtig ist, dass Sie langfristig denken und die sportliche Betätigung zu einem permanenten Bestandteil Ihres Lebens machen.

Gemässigte Aktivitäten:

  • flottes Gehen (5 – 6 km/h)
  • Radfahren (16 km/h)
  • Schwimmen oder Gymnastik
  • Tennis, Badminton, Squash oder Tischtennis
  • Golf (ohne Wagen)
  • allgemeiner Hausputz *
  • Blätter zusammenharken *
  • Tanzen *
  • aktives Spielen mit Kindern *

* Diese Aktivitäten gelten nur dann als gemäßigte Aktivitäten, wenn sie mit einer Intensivität betrieben werden, die mit flottem Gehen vergleichbar ist (Quelle: „Journal of the American Medical Association“ 273:402:1995.)

Stellen Sie Ihre Mahlzeiten aus gesunden Nahrungsmitteln zusammen

Gesundes Essen

Die meisten Menschen können ein gewünschtes Gewicht bzw. einen gewünschten Körperfettanteil nur durch ein integriertes Ernährungs- und Sportprogramm
halten – oder durch ein Gleichgewicht von Energieaufnahme und Energieverbrauch.

Damit Sie Gewicht und Körperfett reduzieren können, müssen Sie die Kalorienaufnahme senken und den Umfang der sportlichen Betätigung steigern. Eine Diät allein wird nicht funktionieren. Selbst wenn das Gewichtskontrollsystem einer Person genetische Defekte aufweist und eines der neuen Diätmedikamente verschrieben wird, so ist eine vernünftige Ernährung und viel Sport nach wie vor Teil der vom Arzt verordneten Massnahmen.

Nahrungsmittelpyramide

Gesundes Essen

Die meisten Europäer haben mehr als genug zu essen. Viele Menschen achten jedoch nicht darauf, gesundes Essen zu sich zu nehmen. Die Aufnahme zu vieler Kalorien aus einer beliebigen Nahrungsquelle kann Fett erzeugen. Eines der besten Modelle für gesundes Essen wird in der Nahrungsmittelpyramide dargestellt. Beachten Sie folgendes, damit Sie täglich den richtigen Nährwert zu sich nehmen:

  • Sorgen Sie für abwechslungsreiches Essen
  • Nehmen Sie ballaststoffreiche Nahrung zu sich (essen Sie mehr Getreide, Früchte und Gemüse anstelle von Proteinen, Fetten und Zucker).
  • Achten Sie auf eine fettarme und cholesterinarme Ernährung (nehmen Sie maximal 30% der Kalorien aus Fett, darunter nur 10% aus gesättigtem Fett, auf).
  • Benutzen Sie Salz und Natrium nur in gemäßigten Mengen und verwenden Sie Zuckerersatzstoffe.
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein.

Brechen Sie mit alten Gewohnheiten

Einer der ersten Schritte zu einer guten Ernährung ist häufig ein Wechsel der Nahrungsmittel und eine Änderung des Essverhaltens:

  • Lassen Sie keine Mahlzeiten aus.
  • Essen Sie verschiedene kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt, und vermeiden Sie eine große Mahlzeit spät am Abend.
  • Essen und kauen Sie langsam.
  • Benutzen Sie einen kleineren Teller, damit Sie einen „vollen Teller“ haben.
  • Holen Sie sich keinen Nachschlag.
  • Backen oder grillen Sie Nahrungsmittel anstatt sie zu braten.
  • Bestellen Sie leichtes Essen und kaufen Sie kalorienarme oder fettarme Nahrungsmittel (denken Sie daran, dass fettarm nicht zwangsläufig auch kalorienarm bedeutet).
  • Machen Sie sich mit den Nährwerten von Nahrungsmitteln vertraut und stellen Sie Ihre Mahlzeiten aus gesunden Nahrungsmitteln zusammen.
  • Wiegen Sie sich regelmäßig und konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Körperfettanteil zu messen.
  • Belohnen Sie sich mit Vergnügungen, die man nicht essen kann.